Die schwimmenden Dörfer von Siem Reap

Am 23ten habe ich im Hostel ausgecheckt und hatte noch den Tag bis ich abends um 22 Uhr abgeholt werden sollte um den Nachtbus nach Phnom Penh zu nehmen. Der Hauptstadt Kambodschas. 
Eigentlich wollte ich den Tag spontan am Pool verbringen aber so gut war das Wetter nicht.
Auf der Hostelterasse kam ich spontan mit einem anderen Deutschen ins Gespräch. Auch er wusste nicht so recht was er mit dem angebrochenen Tag anfangen sollte. Ein Blick auf die Tafel hinter der Rezeption mit den Ausflugszielen und 30 Minuten später saßen wir im Tuktuk. Richtung Kompong Phluk zu den schwimmenden Dörfern. Der Fluss ist rund 40km von Siem Reap entfernt. Mir macht das nichts da ich unglaublich gerne Tuktuk fahre. Man sieht viel von dem Land und den Leuten aber eben auch sehr viel Armut. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten. Das erste Stückchen geht es über eine asphaltierte Straße. Später fahren wir nur noch über…ja worüber eigentlich?! Über Boden. Über Boden mit vielen großen und kleinen Löchern. Und bei jedem Loch scheppern meine Wirbel aufwinander. Klock, klock, klock. An dieser Stelle möchte ich kurz allen denen mit Rückenleiden von diesem Trip abraten. Ich find den Ausflug ganz witzig und bin froh in gesprächsfreudiger Gesellschaft zu sein. Durch das Alleinesein und die oft nicht deutsche Gesellschaft haben sich Millionen von Wörtern angestaut die nun endlich gesprochen werden. Ich freue mich!!!
Wir fahren an Reisfeldern vorbei und ich bewundere die Landschaft.
Es ist so traumhaft schön. Bald schon kommen wir an und steigen aus dem Tuktuk. Und dann passiert es. Ich habe mich verliebt. Name unbekannt, 4Pfoten, verschlafene Augen braunes Fell. Ein kleiner Babyhund. Ich nehme ihn hoch, er kuschelt sich in meinen Arm und schließt die Augen. Dieser innere Konflikt ihn mitnehmen zu wollen aber nicht zu können…schlimm…ich sag es euch!

Wir steigen in ein kleines Boot (ohne Hundebaby!) und der Fahrer fährt mit uns entlang des Flusses. Schön ist es hier, das Wasser ist zwar braun und stinkt aber alles in allem überwiegr die Idylle. Ich weiß nicht wieviel Zeit vergangen ist aber irgwndwann werden wir gebeten in ein größeres Boot umzusteigen. Auch das hatten wir für uns alleine. Nun passieren wir die schwimmenden Dörfer und ich bin wirklich beeindruckt. die Häuser sind auf riesigen Stelzen gebaut, es gibt sogar eine Kirche und eine Polizeistation. ich frage mich ob es hier Strom gibt ubd ob hier viele Kinder ertrinken. Und das man sicher im Haus gefangen sein muss wenn man alt wird und die Leitern nicht mehr hoch und runter kann. Ein kleiner Junge fährt alleine im Boot. Obwohl ich mir nichtmal sicher bin ob er schon laufen kann rufert er alleine über den Fluss. Ein Mann badet sich im Fluss an der Leiter seines Hauses, eine Frau repariert ein Fischernetz. Jeder scheint seine Aufgabe zu haben der er nachgeht. Alles wirkt absolut entschleunigt und friedlich.
Die Kinder winken uns von den Häusern aus zu. Freundlichkeit und Fröhlichkeit erlebt man hier sehr viel. Insgesamt ist alles deutlich ursprünglicher. In Kambodscha im Allgemeinen, in den schwimmenden Dörfern im Speziellen. Mir gefällt das.

Der Fluss mündet in einen See. Da wir das Boot für uns haben können wir uns frei bewegen und auch vorne auf dem Boot liegen und die Landschaft und die Eindrücke genießen.

Der Sonnenuntergang spielt sich hinter den Wolken ab und bleibt uns somit in seiner Farbenpracht verborgen. Aber ist nicht schlimm. Hey, ich bin immerhin schon mehrer Stunden auf dem Boot ohne ins Wasser gefallen zu sein. Und mein Handy hab ich auch noch 😀
Erfolgreicher Tag würde ich sagen.

Nach Sonnnenuntergang fahren wir zurück. Erst wieder bis zum Umladeplatz wo wir vom großen ins kleine Boot umsteigen und zurück ins Tuktuk. Und wieder 45 Minuten zurück. Über Boden mit Löchern. Klock, klock, klock.

Nach der Rückkehr geht’s nach einer schnellen Dusche zum Essen. Um 22 Uhr soll ich abholbereit für den Nachtbus nach Phnom Penh sein. Alles passt zeitlich aneinander.

Meine Internetverbindung ist schlecht, ich hoffe ich kann euch noch Bilder bei Instagram hoch laden.

Später schreibe ich euch wie es mit dem Nachtbus weiter ging.

Also bis dann!

Alles Liebe
Eure Julia


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